Nach dem enttäuschenden Steuer-Reförmchen, das CDU, CSU und SPD uns stolz als Riesen-„Entlastung“ präsentiert haben, müssen wir unseren Protest nochmal auf den Punkt bringen! Unser Deutsches Steuerzahlerinstitut hat nämlich errechnet, dass der Steuerzahlergedenktag in diesem Jahr erst auf den heutigen Tag fällt: Montag, 13. Juli 2026. Damit arbeiten die Bürgerinnen und Bürger – rein rechnerisch – bis weit über die Jahresmitte hinaus für den Staat. Das gesamte Einkommen, das sie bis dahin erwirtschaftet haben, geben sie in Form von Steuern und Abgaben an den Staat bzw. die öffentlichen Kassen.
Die durchschnittliche Belastung ihrer Einkommen liegt bei voraussichtlich 53,1 Prozent – 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Wenn wir uns das Ganze als 1-Euro-Münze – als eine Art runde Torte – vorstellen, bedeutet das: Von jedem verdienten Euro muss der Bürger 53,1 Cent an die öffentlichen Kassen abgeben. Mehr als eine Tortenhälfte geht weg! Nur 46,9 Cent bleiben zur freien Verfügung. Viel zu wenig vom Kuchen!
Dieser Anstieg bei der Einkommensteuerlast wurde zumindest durch den Abbau der kalten Progression im Tarif 2026 abgebremst. Dafür haben wir vehement gekämpft! Doch wir müssen weitermachen, weil Deutschland auch im europäischen Vergleich einen negativen Spitzenwert einnimmt: Nur in Belgien ist die Einkommensbelastung mit Steuern und Abgaben noch höher. Was für eine staatliche Umverteilung! Diese XXL-Belastung ist bedenklich, weil sie Leistungsanreize schwächt und das Gerechtigkeitsempfinden stört.
Deshalb fällt unser Appell an die Politik umso lauter aus: Ab dem 1. Januar 2027 muss eine reformierte Einkommensteuer zu spürbaren Entlastungen für Bürger und Betriebe führen, damit unsere Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt. Dafür setzen wir uns mit Tempo ein! (Quelle: Bund der Steuerzahler)
